Statement Produktbeschreibungen


Liebe Leserinnen, liebe Leser!


Sofern nicht anders angeführt, ist Andy Bigler (Genuss Autor, Blogger und Kolumnist) für alle Artikelinhalte verantwortlich!


Genüssliche Gedanken veröffentlicht keine Produkt- oder Betriebsbewertungen! Es wird ausschließlich informiert und vorgestellt und das möglichst objektiv und wertfrei, was allerdings nicht immer ganz so einfach ist. Dafür gibt's dann die Rubrik "Ansichtssache" ...

Persönliches Statement vom Genuss Autor

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Klosterneuburg am 28.11.2017


"Betriebsbedingte" Anpassungen und Änderungen

(ein persönliches Statement des Genuss Autors)


Ob ich will oder nicht, ich muss es akzeptieren, ich bin nicht mehr zu hundert Prozent fit und das wirkt sich auch auf mein Arbeitsleben aus!


Meine Tätigkeit als Gastronomieberater habe ich bereits beendet und ich werde auch nicht mehr jede kulinarische Veranstaltung besuchen um darüber berichten zu können. Auch meine Besuche auf Weingütern, in Brauereien, in Hotels, in Restaurants und ähnlichen Genuss erzeugenden Betrieben, muss ich ein wenig reduzieren.


Diese Gegebenheiten wirken sich leider auch auf die Anzahl der zukünftig erscheinenden G'schichtln aus. Es werden mit Sicherheit weniger, aber meinem Grundsatz, möglichst ehrlich, unverfälscht und amüsant zu schreiben, werde ich auch zukünftig treu bleiben - frei nach dem Motto, "weniger ist mehr"!


Wer mehr über die Umstände meiner Zwangspause und die damit verbundene Arbeitsreduzierung wissen möchte, der besucht meine Seite "ParkinsonRider.com" …..


Ich wünsche Euch weiterhin viel Spaß und Freude mit meinen "Genüsslichen Gedanken"


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Donnerstag, 2. Februar 2017

Wenn ein trostloser Montag zum sonnigen Sonntag wird,


sind möglicher Weise zwei "Minderheiten" daran beteiligt



Ein Teil dieser Minderheiten ist ein gewisser Erich Machherndl aus Wösendorf in der Wachau, seines Zeichens liebenswerter Sturschädl, begnadeter Weinbauer und vor allem Wein- und Rebsorten- Versteher. Er geht (fast) immer SEINEN EIGENEN Weg und letztendlich erweist sich diese Gangart als großartig.

Den zweiten Teil bildet eine Rebsorte, die mit 0,7% der gesamten Anbaufläche in Österreich, alles andere als eine Hauptrolle spielt. Die Rede ist vom Ruländer, besser bekannt als Grauer Burgunder, der hauptsächlich am Neusiedlersee und in der Steiermark angebaut wird. In der Wachau kann man da schon eher von Rarität sprechen. Die Machherndls keltern diese Rarität zu einer bemerkenswerten, manchmal sogar zur einer außergewöhnlichen, Besonderheit.

Ja, man merkt’s, der Genuss Autor steht auf Grauburgunder - auf richtig kräftige. G’schmeidig und ausdrucksstark müssen sie sein und gut gereift, wie dieser …

  • Grauer Burgunder Postolern - Smaragd 2006

Einige LeserInnen werden sich jetzt denken, "der spinnt wieder mal, 2006 das kann wohl keine Offenbarung sein". Ich weiß, ein Großteil anerkannter Weingurus attestierten dem 2006er Jahrgang keine große Zukunft. Aber nicht nur ein Erich Machherndl darf sich die Eigenschaft Sturschädl umhängen, auch ich gehöre dieser Spezies an und nehme daher nicht immer den Weg der Mehrheit.

Ich war von Beginn an überzeugt, dass sich die meisten 2006er prächtig entwickeln werden. Umso größer war meine Freude als Erich den 2006er Postolern Smaragd als gereiften Wein für eine Burgunder Verkostung zur Verfügung stellte. Mit Abstand der älteste Wein dieser Verkostung und mit Abstand auch der begehrteste, weil eben nicht alltäglich.


Anmutigende Optik

Kräftiges Goldgelb mit honigfarbenem Schimmer. Wird das Glas geschwenkt entstehen leuchtende Kupferreflexe, die sich allmählich in den sehr gemächlich abfließenden Schlieren verlieren. Dem Reifegrad entsprechend eine Spur farbintensiver, aber keines Wegs oxidativ verfärbt.


Duftspiel mit Elegance und Finesse

Absolut reintönige Nase, ohne störende Altersnote. Im Gegenteil, den VerkosterInnen offenbart sich ein verführerisches Duftspiel. Reife Birnen, Trockenobst und ein Hauch Honig verschmelzen zu einer gut strukturierten Harmonie mit jugendähnlichem Charakter. Eben gut gereift und nicht gealtert!


Unwiderstehlich charmant am Gaumen

Auch am Gaumen breitet sich dieser elegante Fruchtkörper eindrucksvoll aus. Dabei fehlt es weder an Finesse noch an Elegance. Ein absolut stimmiges Geschmackserlebnis, geprägt von Extraktreichtum mit dezenter Restsüße, eingebettet in ein perfekt passendes Säuregerüst. Jeder noch so hartnäckige Versuch den Kostschluck zu spucken wird unweigerlich zunichte gemacht.


Abgang mit Göße und trinkanimierendem Nachklang

So manchen langen Abgang wünschte ich mir oftmals etwas kürzer, weil er zickig und rau ist. Ganz anders bei diesem Wein! Rund und harmonisch, gefühlt ewig lang - so der erste Eindruck. Da klebt nichts am Gaumen, kein zuckriges Gekratze, kein Säurezwicken oder plumpe Ecken - einfach nur perfekter Trinkfluss mit einem Nachklang der ewig in  bester Erinnerung bleibt. Auch eingeschworene Jungweintrinker konnten ihre Begeisterung für diesen Wein nicht verbergen.


Trinkreife mit Potential

Obwohl man bereits mit optimaler Trinkreife verwöhnt wird, wäre noch immer genügend Potential für die nähere Zukunft vorhanden. Wohl gemerkt, die Betonung liegt auf "wäre", denn dieser Freudenspender ist längst ausverkauft …



Zum Abschluss, DIE treffende Wein-Kurzbeschreibung

Du trinkst den Grauen Burgunder Postolern - Smaragd 2006 an  einem tristen, nebelverhangenem, stressigen Montag und plötzlich wird daraus ein sonniger, stressfreier Sonntag. Was sag’ ich, 14 Tage Urlaub werden d’raus …



Verkostungsnotiz vom Jänner 2017

Kommentare:

  1. Ohne mich so ein geiles Weinderl zu trinken, das ist eigentlich grob fahrlässig! Nein, ganz im Ernst, super spannend und lebendig geschrieben, genau so wie dir der Schnabel gewachsen ist.

    Beste Grüße vom FS Heinzi

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    1. Wenn du meine Verkostungseinladung nicht annimmst, muss ich eben ohne dich verkosten *g*. Wie sieht's bei dir mit der Teilnahme an der kommenden Rieslingverkostung aus? Einladung ging vor 10 Tagen raus .....

      Liebe Grüße vom Genuss Autor

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