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Liebe Leserinnen, liebe Leser!


Sofern nicht anders angeführt, ist Andy Bigler (Genuss Autor, Blogger und Kolumnist) für alle Artikelinhalte verantwortlich!


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Mittwoch, 29. Oktober 2014

Der "Junge Österreicher" - Jungweine 2014

© Österreich Wein Marketing GmbH



Vorbote des neuen Weinjahrgangs?





Sie werden oftmals als solche propagiert, aber ist es auch wirklich so? 

Zeigen uns diese im "Schnellverfahren" produzierten Weine tatsächlich das, was wir uns von den nachfolgenden Weinen, denen etwas mehr Zeit von der Ernte bis zum Verkauf gegönnt wird, erwarten können?


Seit 1995 wird der Junge Österreicher  als eigenständiger Wein vermarktet und wie sollte es anders sein, entstanden auch einige regionale Jungweinmarken, wie zum Beispiel Steirischer Junker, Primus Pannonikus, Junger Wiener, Primus Carnuntum und der Junge Hiata aus der Thermenregion.

In erster Linie werden früh reifende Rebsorten wie Welschriesling, Rivaner, Muskat-Ottonel und Blauer Portugieser vinifiziert. Aber auch Paradesorten wie Grüner Veltliner, Sauvignon Blanc und Zweigelt werden sehr gerne verarbeitet.

Egal ob reinsortig oder als Cuvee, diese Weine haben eines gemeinsam, sie sind sehr frisch, extrem fruchtig und spritzig; und sie haben noch eine Gemeinsamkeit, sie verfügen mehr oder weniger über kein Entwicklungs- und Reifepotential. Ihre Jugend wird keine Reifung erfahren, sondern einfach nach einigen Monaten verloren gehen. Entwicklungspotential und Reifung sind auch nicht der Sinn dieser Jungweine, sie sollen viel mehr ihre LiebhaberInnen im Herbst und Frühwinter mit viel Frucht, Frische und Leichtigkeit erfreuen.

Ob man diese Art von Wein mag ist reine Geschmacksache, aber dass der Junge Österreicher als Vorbote für einen ganzen Weinjahrgang vermarktet wird, schmeckt mir persönlich überhaupt nicht.

Diese Weine mussten einen kompletten Vinifizierungsvorgang innerhalb kürzester über sich ergehen lassen und diese Technologie bringt sehr viele Eigenschaften mit sich, die absolut keine wirklich relevanten Rückschlüsse auf die nachfolgenden "richtigen" Weine zulassen!


Wer nun meint, ich hätte mich mit diesem Artikel sehr weit aus dem Fenster gelehnt und mir dadurch einige "Feinde" gemacht, dem kann ich versichern, es ist nicht so, ich habe diese  seit 1995!


Fazit: Liebe LeserInnen, erfreut Euch einfach an der Bestimmung der Marke Junger Österreicher - frisch, fruchtig, spritzig - zieht aber bitte keine Rückschlüsse auf den Jahrgang 2014, denn das könnten Trugschlüsse sein - und es ist alles nur Ansichtssache …

Kommentare:

  1. Da bin ich ganz Ihrer Meinung und gehe sogar noch etwas weiter wenn ich sage, diese "Jungweine" sind für Menschen, die sonst keinen Wein trinken. Wenn das Vorboten eines Jahrgangs wären, dann hätte ich bisher so gut wie nie Wein gekauft!

    Thomas Ostmann

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    1. Ganz so schlimm wird's hoffentlich nicht sein, aber es stimmt schon, der Durchschnitt der Österreicher erfreut sich an Primärfrucht und Hefenoten und wenn ein Wein halbwegs reif ist, dann schmeckt er der Mehrheit nicht mehr (betrifft speziell Weissweine).

      Aber zum Glück sind Geschmäcker eben verschieden, so hat eben jeder seine "Lieblinge"

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