Statement Produktbeschreibungen


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Sofern nicht anders angeführt, ist Andy Bigler (Genuss Autor, Blogger und Kolumnist) für alle Artikelinhalte verantwortlich!


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Dienstag, 7. Oktober 2014

Falstaff - Champagner Gala 2014




Nur prickelnder Mythos

oder doch einzigartig, unerreichbare Klasse?


Im Allgemeinen sind Falstaff Gala - Veranstaltungen immer gut organisiert, wo man private Genießer, Bekannte und Freunde aus Gastronomie und Handel trifft. So war es auch diesmal am 08. Oktober, im Wiener Palais Ferstel, als 36 Betriebe aus der Champagne ihre Produkte vorstellten.


Bei diversen Smalltalks stellte sich heraus, dass die Erwartungshaltungen der meisten Besucher relativ hoch angesetzt waren, denn es wurde schließlich Champagner, der Rolls-Royce der Schaumweine, verkostet.

Ich bin mir sicher, jeder Verkoster - egal ob privater Genießer, Einkäufer oder Fachjournalist - wird stets bemüht sein, einen neutralen Gesichtsausdruck zu zeigen, um seine Empfindungen nicht sofort preiszugeben. Auf gut wienerisch denkt man sich seinen Teil und lächelt höflich, wenn ein Verkostungsergebnis so gar nicht zum (persönlichen) Geschmacksmuster passt.

Manchmal lässt sich die Mimik nicht vollständig kontrollieren und der Gesichtsausdruck sagt das, was man sich denkt, aber nicht nur dann, wenn es sich um ein großartiges Geschmackserlebnis handelt, sondern auch im gegenteiligen Fall.

Diese zweifelnden Gesichtsausdrücke waren bei einigen kritischen Kostern oftmals deutlich zu erkennen. Auch ich konnte meine aufkommenden Zweifel nicht immer verbergen, denn ein nicht unerheblich großer Teil der reiferen Jahrgänge zwischen 1999 und 2006 waren offensichtlich ihrem Ende ziemlich nahe; Größe und Elegance wurden von vordergründigen Alterstönen negativ beeinflusst.

Wie so oft, fielen wieder einmal mehr die eher kleineren Betriebe positiv auf, aber auch so manch etablierter Produzent konnte angenehm überraschen:


  • Ayala Blanc de Blanc 2007 (100% Chardonnay) 

  • Bollinger Rose (Chardonnay/Pinot Noir/Pinot Meunier)

  • Deutz Brut Classic (Pinot Noir/Chardonnay)

  • Driant-Valentin Brut Premier Cru (Chardonnay/Pinot Noir)

  • Bruno Paillard - Rose Premiere Cuvee (Pinot Noir/Chardonnay)

  • Pol Roger - Extra Cuvee de Reserve Rose 2006 (Pinot Noir/Chardonnay)

  • Roederer Brut Vintage Rose 2009 (100% Pinot Noir)

  • Ruinart Rose (Chardonnay/Pinot Noir)


Fazit: Die hier angeführten Champagner zeichnen sich durch Charakter, Charme und Elegance aus und sorgen für angenehmen, prickelnden Trinkgenuss. Ob sie allerdings im direkten Vergleich - unter Berücksichtigung des Preis- Leistungsverhältnisses - mit Schaumweinen aus Österreich, Italien oder Spanien den Vorzug bekämen, wage ich zu bezweifeln.


1 Kommentar:

  1. Ja, traurig! Im letzten Jahr war es eben so. Alles was gut war, war ziemlich teuer und was an deinen zitierten Rolls rankam kostete 100 Euro und mehr. Heuer war ich gar nicht dort, denn die 45 Euro Eintritt investiere ich lieber wo anders.

    Gruß Lazlo (der von der Wimmer Alm)

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