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Samstag, 19. April 2014

Schatz, nimm noch eine Flasche Wein mit

Wohlwollend vernahm ich beim Einkauf in einem heimischen Supermarkt, welcher den klingenden Namen eines römischen Gottes trägt, diese Worte. Also, ab in die Weinabteilung!


So eine Weinabteilung ist quasi wie mein Zweitwohnsitz. Hier warten die feinen Tröpfchen, fein säuberlich nach Herkunftsländern, Weinbauregionen und Jahrgängen geschlichtet; und sollte man Hilfe brauchen, fragt man einfach eine Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter. Aber als Fachkundiger geht man da einmal durch, schafft sich einen Überblick und braucht keine fünf Minuten, um den gewünschten Wein zu finden.

Ach, was sag’ ich! Es dauerte gar keine fünf Minuten, denn bereits nach knapp zwei Minuten bremste ich mich im Kamptal ein. Aber nicht weil ich fündig wurde, sondern weil ich etwas dazu lernte - das Weinbaubebiet Rioja gehört anscheinend seit geraumer Zeit zum Kamptal, denn der "El Coto" steht genau zwischen dem "Riesling" und dem "Grünen Veltliner" vom Weingut Hiedler aus Langenlois. Es könnte natürlich auch sein, dass sich die Spanier unser Kamptal unter den Nagel gerissen haben. Egal wer sich da an welchem Weinbaugebiet vergriffen hat, es gibt dafür eine Erklärung, denn Maria Hiedler ist gebürtige Spanierin, daher wahrscheinlich diese Verbandelung.

Na gut, ich weiß also doch nicht so viel über Weine und deren Herkunft, wie ich dachte. Zu meiner Schande muss ich mir sogar eingestehen, dass ich mich so gut wie gar nicht auskenne, denn ich war felsenfest davon überzeugt, dass das Weinbaugebiet Neusiedler-See im Burgenland beheimatet ist. Aber nein, es liegt mitten in einem französischem Weinbaugebiet, nämlich in Saint Emillion. Zumindest der "Zweigelt" von Hans und Christine Nittnaus scheint dort kultiviert zu werden.

Da ich sehr wissbegierig bin und gern lerne, sah ich mir die Weinabteilung genauer an und ich konnte noch sehr viel lernen; zum Beispiel, dass zwischen einem "Amarone" und einem "Barolo" kein Unterschied bestehen kann, denn beide Weine waren nicht nur in einer Reihe aufgeschlichtet, sie waren auch beide am Regal mit "Primitivo" gekennzeichnet.

Da ich mich jetzt gar nicht mehr auskannte, wandte ich mich an den Weinberater. Um es geschlechtlich korrekt zu sagen "das Weinberater", denn es handelt sich um einen Touchscreen, der wahrscheinlich alles weiß und kann, außer eine Weinabteilung sinnvoll zu gestalten und zu betreuen!

Fazit: "Es ist verdammt hart, der Beste zu sein", und in Sachen Wein sollte sich der römische Gott des Handels überlegen, ob es nicht doch besser wäre, geschulte Fachkräfte (Menschen nennt man diese) arbeiten zu lassen, um eine gut sortierte Weinabteilung zu haben. 

Hinweis zum Bild: Dieses Weinregal ist ein Symbolbild aus dem Archiv von "Wine-Food-Cigar Consulting"


Kommentare:

  1. Wenn es Ihnen schon so ergeht, wie verloren muss sich dann erst jemand vorkommen, der keine weinkundige Ausbildung hat?

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    1. Das lässt mich schmunzeln *gg*, denn wozu gibt's Einkaufsberater? Mich z.B. kann man für solche Angelegenheiten buchen ......

      Eine Investition die Nerven, Zeit und Geld spart, sag ich mal.

      (Wein)einkaufsfreundliche Grüße
      Andy B.

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