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Dienstag, 7. Juni 2016

Das war die VIE Vinum 2016


Die ganz persönlichen Ansichten eines Stammbesuchers


Als Autor dieses Rückblicks erlaube ich mir, meine persönliche Sichtweise der größten Wein Messe Österreichs, zum Ausdruck zu bringen.


Verglichen mit der ProWein in Düsseldorf, ist die VIE Vinum alles andere als groß. Qualitativ beurteile ich sie zumindest mit gleichwertig, weil diese Messe in einem der schönsten Gebäude des Landes, der Wiener Hofburg, stattfindet und nicht nur für Fachbesucher, sondern auch für private WeinliebhaberInnen zugänglich ist.



Gut organisiert ist halb gewonnen

Als Fachbesucher diverser Messen gelange ich immer wieder in einen persönlichen Konflikt, da es bei sehr vielen Veranstaltungen, die für beide Zielgruppen zugänglich sind, anscheinend nicht möglich ist, eine zeitliche Trennung zu gewährleisten. Oftmals wird eine zeitliche Zielgruppentrennung in Messeeinladungen zwar angeführt, aber es scheinen titelbestückte Visitkarten bereits auszureichen, um als Fachbesucher gelistet zu werden.

Den Organisatoren der VIE Vinum spreche ich großes Lob für eine gelungene zeitliche Trennung der beiden Zielgruppen aus. An allen Messetagen sind die ersten drei Stunden ausschließlich für Fachbesucher reserviert. Wer Messen aus beruflichen Gründen besucht, wird mir zustimmen, dass diese Trennung erforderlich ist, um zumindest das Wichtigste einer Tagesagenda erledigen zu können. Diese drei Stunden reichen sowieso meistens nicht aus und man wird auch danach noch weiterarbeiten, die eine oder andere Frage privater WeinliebhaberInnen gerne beantworten und sich auch einigen ihrer Empfehlungen hingeben, bevor man sich nach Hause oder ins Hotel begibt, um all seine Notizen entsprechend aufzuarbeiten. Angesichts des zeitlichen Gesamtaufwands und den Strapazen eines solchen Messetags sage ich: "Danke für diese drei Stunden, liebes VIE Vinum - Team!"


Immer wieder Highlights

1998 wurde die VIE Vinum geboren. Seit damals heißt es, alle zwei Jahre kehrt sie wieder. Was quasi mit einer Leistungsschau des österreichischen Weins begann, erlangte in den Folgejahren immer mehr an internationalem Format, was auch die Besucherzahlen aus aller Welt steigen ließ.

Ich persönlich nütze die Gelegenheit internationale Weine kennen zu lernen, ohne damit weite Reisen verbinden zu müssen. Das Angebot ist zeitgemäß ausgerichtet und entspricht zum Großteil den Wünschen der Konsumenten.

Auch 2016 kam der überwiegende Teil der 550 Aussteller aus Österreich, was ich sehr begrüße. Besonders lobenswert finde ich auch, dass nicht nur Winzer aus unseren bekannten Gebieten präsentierten, sondern auch Weine von weniger bekannten Regionen vorgestellt wurden, wie beispielsweise aus Kärnten.

International gesehen waren es heuer unsere deutschen Nachbarn, die mit ihrem VDP (Verein Deutscher Prädikatsweingüter) anwesend waren und in der Gunst der meisten Besucher an oberster Stelle standen. Aber auch Weine aus Ost- und Südosteuropa fanden großen Gefallen.

Für mich persönlich besonders bemerkenswert war das beinahe unüberschaubare Angebot an französischen Weinen. Allein dafür bräuchte man mindestens einen ganzen Messetag. Portugal und Südtirol waren auch nicht gerade schlecht aufgestellt. Beide Länder präsentierten höchst interessante Weine mit Top Qualität.




Fazit: Rund 15.000 Besucher wollten sich Österreichs größte Weinmesse nicht entgehen lassen. Einer von ihnen war meine Wenigkeit, ein alt eingesessener Fachbesucher, der sich seit einigen Jahren immer wieder vornimmt, die VIE Vinum auszulassen. Es muss wohl an der Organisation und dem qualitativ hochwertigen Angebot liegen, dass auch ich sage, "alle zwei Jahre wieder … 2018"

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